Krallenfrösche und Wabenkröten

Krallenfrosch- und Wabenkrötenkaulquappen füttern

Die Quappen sind Filtrierer. Das heisst, dass sie durch ein breites Schnappmaul Wasser einsaugen und Schwebestoffe ausfiltrieren. In der Natur also Kleinstlebewesen, Phyto-Plankton und aquatischer ‚Staub‘. Von Xenopuslarven weiss man dass sie Partikel auch von Grössen kleiner als 1 Micrometer (!) noch aus dem Wasser filtrieren können. Demzufolge sollte mit feinstverteilten pflanzlichen Partikeln sowie lebenden Mikroorganismen (wie Hefe) gefüttert werden.
Es empfiehlt weiterhin abwechslungsreich zu Füttern um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Bei mir bildet die Basis eine Fütterung mit Hefe.
Ein halber Würfel Bäckerhefe wird in ca 400 ml Wasser angerührt und die Suspension wird in Portionenbeutel oder im Eiswürfelbehälter eingefroren. Ein Vorteil der gefrorenen Würfel ist, dass man sie einfach in ein am Beckenrand befestigtes Küchensieb legen kann. Dort schmelzen sie langsam und das Futter tropft in das Aufzuchtbecken, ein simpler aber effizienter ‚Futterautomat‘. Zudem kann das vorportionierte Futter auch gut von ‚Nichtexperten‘ nachdosiert werden.
Eine Alternative stellt Trockenhefe aus dem Beutel dar.
Zusätzlich empfiehlt sich Fütterung mit, feinstverteiltem Grünfutter. (z. Bsp. zerdrückte gekochte grüne Erbsen, oder gekochter Spinat) Hier muss das Futter jeweils zusammen mit einem Glas Wasser einem Mixer feinst verteilt werden. Es empfiehlt sich auch hier ein Einfrieren im Portionenbeutel, allerdings sollte vor dem Füttern noch aufgemixt werden um die enstandenen grossen Flocken wieder zu zerteilen. Zu dem Mix sollte ab und zu auch feinstvermahlenes Flockenfutter gegeben werden.
Futter bis zu deutlicher Wassertrübung zugeben.
Es empfiehlt sich 3 mal pro Tag zu füttern, z. Bsp. morgen 2 ‚Eiswürfel‘ Hefe, mittags einer, abends 2 Würfel Spinat.(50 Quappen in einem 50l ‚Abteil‘ (siehe Zuchtmethoden).
Im Laufe der Zeit sinkt das Futter zu Boden und bildet dort einen Belag. Die Kaulquappen scheinen das zu realisieren und weiden diese Flächen regelrecht ab indem sie dicht über dem Boden schweben und durch Schnappen das Futter aufwirbeln und einsaugen. Das gleiche gilt (wenn im Einsatz) für die Wände des Mattenfilters.
Eine sehr gute Website zu Algen unterhält die SAG Göttingen.
Die metamorphierten Fröschchen sollten gut in kleinem Lebendfutter stehen. Gefrorenes Futter wie Mülas werden erst etwas später angenommen.
Es eignen sich Daphnien, Moinas, Microwürmer und Artemien, auch gewässerte Tubifex.
Die wohl beste Lebendfutter im deutschsprachigem Internet ist tuempeln.de.

Inhalt von Joachim Schoelkopf (joachim)