Haltungsbericht von Eva Przibram

Haltungsbericht zu Krallenfröschen

von Eva Przibram (przibram@t-online.de – przibram.de)

Die Xenopus Frösche werden in Aquarien gehalten deren Wassertiefe nicht mehr als 30 cm sein sollte. Da die Tiere nachtaktiv sind, sollten sie genügend Platz haben, um schwimmen zu können. Bei der Haltung von 4-6 Tieren sind Abmessungen wie 80x40x40 cm angebracht. Unbedingt ist eine entsprechende Abdeckung vorzusehen. Es könnte passieren, dass ein Tier herausspringt. Im Trockenen überleben sie nicht. Die zu empfehlende Abdeckung kann ein Netz sein, das auf einem Holzrahmen gespannt ist und Maschen von 1×1 cm hat. Dadurch kann man die Tiere noch gut sehen. In diesem Aquarium werden keine Wasserpflanzen eingesetzt, weil die Frösche mit ihren grossen Krallen diese sehr bald zerissen haben werden. Ausserdem machen sie viel Mist. Dies wiederum verursacht die Bildung von Algen, die das Aquarium verschmutzen und schwierig zu entfernen sind. Also ist weder den Fröschen noch dem Halter damit gedient. Man kann die Tiere nicht mit Fischen zusammen halten, denn sie fressen alles auf was in ihr Maul passt. Am besten hält man nur sie alleine und in derselben Grösse. Wenn man die Frösche anfassen will, flüchten sie. Man darf keine Handschuhe verwenden, weil diese den Schleim auf ihrer Haut beschädigen könnten. Man muss darauf achten, den Kopf in die Mitte der Hand zu nehmen, den Mittelfinger zwischen die Beine halten und mit dem Daumen den Körper umfassen. Mit der anderen Hand deckt man die Augen zu. Das Tier beruhigt sich und höhrt auf zu zappeln. Einige sind manchmal zutraulich und verweilen kurze Zeit in der Hand. Man kann sie sogar streicheln und photografieren. Solange sie noch jung sind, fressen sie sehr viel. Es reicht zerkleinertes Fleisch in das Wasser zu werfen und sie stürzen sich darauf. Ich habe immer nur Fleisch angeboten, weil das sauber ist und leicht zugänglich. Die zusammengesetzten Futter aus dem Zoohandel haben sie nicht genommen und Würmer oder ähnliches aus der Natur sind möglicherweise infiziert. Als sie älter wurden, habe ich ihnen das Fleisch mit einer Pinzette in das Maul gesteckt. Dadurch wusste ich, wieviel jeder Frosch gefressen hat. Manchmal kam einer und zwickte meine Hand während ich die Pinzette in ein anderes Maul hielt! Es gab Tage wo dieser oder der andere nicht fressen wollte. Sogar so viele Tage dass ich dabei nervös wurde. Und dann plötzlich war der Appetit wieder da. Während des Tages sind die Frösche inaktiv. Sie schlafen. Man könnte meinen sie sind aus Plastik. Gegen Abend fangen sie an sich zu bewegen. Sie liegen meisst übereinander und manchmal haben sich drei oder vier zusammen unter das Thermometer gedrängt und bildeten so eine Traube.

Ein Auzuchtbericht zu meinen Fröschen findet sich hier.
Mehr Informationen zu meinen Fröschen gibt es auf meiner Website: przibram.de.

Inhalt von Eva Przibram (przibram@t-online.de)